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Gibraltar + Algeciras
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Es gibt Orte, die kann man sich durchaus sparen. Zumindest wenn man mit einem Rollstuhl fahrenden Freund unterwegs ist. Gibraltar gehört sicherlich dazu. Diese britische Exklave am südlichen Ende Spaniens ist ja schon aufgrund ihrer politischen Geschichte reich an Obskuritäten. Vor Ort kommen noch ein paar hinzu. Das beginnt gleich bei der Einreise aus Spanien. Jeder vernünftigte Mensch parkt sein Auto auf spanischer Seite und geht dann zu Fuß über die Grenze. Wir haben das leider erst nach über einer Stunde vergeblichen Wartens im Stau vor den Zollhäuschen gemerkt.
Gibraltar selbst ist in erster Linie touristisch und zweiter Linie britisch. Pub reiht sich an Pub, man bekommt das entsprechende Bier und Essen und das wars dann auch schon. Zumindest für Rollstuhlfahrer. Denn die eigentliche Attraktion, der beeindruckend im Meer liegende Felsrücken mit seinen Affen oben drauf bleibt mit dem Rolli unzugänglich. Zwar gibt es eine Seilbahn mit Kabinen, die ist aber nur über lange Treppenstufen zu erreichen. Oben beim Ausstieg, sagte uns ein Mitarbeiter, sei es noch schlimmer, als unten beim Einstieg. Also sind wir gleich unten geblieben. Da kann man wenigstens die nahezu flache Fußgängerzone abklappern.
Als Alternative zu Gibraltar bietet sich selbstredend die spanische Hafenstadt Algeciras an. Die aber ist einfach nur hässlich.
Einzige besuchbare Attraktion: der Flughafen von Gibraltar. Die Landbahn bildet quasi zugleich die Grenze zu Spanien und wird entweder mit dem Auto oder zu Fuß überquert. Nett zu sehen, aber falls man nicht eh gerade in der Nähe ist, durchaus verzichtbar.