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Cadiz + Vejer de la Frontera
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Unsere letzte Tagestour von Tarifa führte uns an der Küste entlang bis nach Cadiz. Die gilt als eine der ältesten, wenn nicht sogar als die älteste Stadt Europas und ist wunderbar auf einer langgestreckten Halbinsel gelegen. Wer das erste Mal dort ankommt, darf sich nicht durch die Hochhäuser der Neustadt abschrecken lassen, die sich über rund drei Kilometer an der Straße entlang erstrecken. Dahinter liegt die wunderbare Altstadt. Ich war schon zweimal dort, im Januar 1999 und nochmal im Februar 2000 zum berühmten Carneval von Cadiz. Beide Male habe ich in dem absolut genialen Hostal Quo Cadiz übernachtet, in sehr spartanischen Etagenbetten oben auf der Dachterasse.
Das liegt in einem wunderbaren Altbau mit engen Treppen und ist somit für Holger und andere Rollifahrer absolut unbrauchbar. Aber wir sind ja auch nur zu einer Tagestour hier. Und trotz jeder Menge Kopfsteinpflaster und einiger weniger Steigungen kann ich Holger davon überzeugen, dass Cadiz mit seinem eigenen Charme äußerst sehenswert ist. Wir hätten gern mehr Zeit gehabt. Und sind uns sicher, dass wir irgendwann mal wiederkommen müssen.
Auf dem Weg von Tarifa nach Cadiz kommt man unweigerlich an einigen mehr oder weniger spannenden Orten vorbei. Herrausragend - schon im geographischen Sinne - ist Vejer de la Frontera. Es liegt ähnlich wie Ronda auf einem Hügel, allerdings mitten in einer ansonsten sehr flachen Ebene am Meer. Die kleine Stadt ist eins der für diese Gegend typischen weißen Dörfer, da tatsächlich fast alle Häuser weiß gestrichen sind. Für Fußgänger ist ein Spaziergnag in dem ruhigen Nest durchaus reizvoll. Für Rollstuhlfahrer ist das Bergdorf eine Katastrophe. Wir haben eine Runde mit dem Auto durch die engen Gassen gedreht - und sind weiter gedüst.
Nachtrag: Das Hostal Quo Cadiz hat mittlerweile leider aus absurden Gründen schließen müssen. Wer den weltbesten Herbergsvater Enrique treffen will, muss nun nach Argentinien reisen. Wenn das mal kein Grund ist!