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Nerja - rustikal mit Seeblick
Nerja: ![]()
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Unterkunft: ![]()
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Genau so haben wir es gewollt - und das haben wir nun davon. Es ist nach 21 Uhr, wir sind in Nerja und wir haben immer noch kein Zimmer. Für normale Rucksackreisende ist das kein Problem. Irgendwo findet man immer einen Platz zum Schlafen. In Gran Tarajal auf Fuerteventura hab ich mal eine Nacht hinter einer Mauer im Hafen gepennt. Für Fußgänger ist sowas möglich, aber für Rollstuhlfahrer?
Eigentlich ist der ja selbst schuld. Ich wäre lieber weiter nach Granada gefahren, aber Holger war schon Cordoba zu steil. Deshalb wollte er ans Meer. Zwar ist Nerja auch alles andere als eben, aber das spielt jetzt keine Rolle mehr. Wir haben so ziemlich alle Pensionen in dieser Touristenstadt abgeklappert. Aber entweder gab es überhaupt keine freien Zimmer oder keinen Aufzug zu den Zimmern. Und wenn es freie im Parterre gab, war entweder die Zimmer- oder spätestens die Badtür zu schmal.
Zum Schluss suchen wir etwas außerhalb der City. Holger hat irgendwo noch was vom Hotel Marina Turquesa gehört. Das ist eigentlich nicht unser Stil, aber es hat einen großen leeren Parkplatz. Und jede Menge freie Zimmer, die mir der netten Typ von der Rezeption gleich zeigt. Es gibt einen Aufzug! Es gibt wunderbar breite Zimmertüren. Und von der Terasse vor dem Zimmer einen direkten Durchgang zum Pool. Den bräuchten wird nicht, dafür aber eine 70 cm breite Badtür. Und die gibt es auch hier nicht.
“Senor! Tenemos un problema!” erkläre ich dem guten Rezeptionisten. Es ist mittlerweile halb zehn und ich habe einen müden Rollifahrer draußen auf dem Parkplatz. Der gute Mann zeigt Verständnis, schwingt sich ans Telefon und hat nach wenigen Minuten eine Lösung: das Rural Almazara. Ja, bestätigt der Rezeptionist des Turquesa, dort gebe 70 Zentimeter breite Badtüren, das habe sein Kollege im Almazara extra nochmal nachgemessen. Also los.
Wir fahren ein Stück über die hoch über dem Meer liegende Küstenautobahn, dann nach der Abfahrt noch ein wenig den Berg hoch, von dort in die kleine Seitenstraße, die nahezu senkrecht in Serpentinen zum Hoteleingang führt. Holger will erst gar nicht aussteigen. “Was soll ich denn hier?”, fragt er. “Ich kann mich doch keinen Meter bewegen!” Aber die Zimmer sind gut. Wir bekommen eins auf Ebene minus 1, denn das Haus ist dermaßen am Hang gebaut, dass die Zimmer unterhalb der Eingangsetage liegen. Holger ist dennoch unzufrieden. Und will, dass ich nochmal im Internet nach einem Zimmer in Malaga suche. Das ist ja auch bloß rund 55 Kilometer entfernt. Und wir haben mittlerweile fast 22 Uhr.
Irgendwann steigt Holger dann doch aus. Und nach dem wunderbaren essen in dem mehr als rustikalen Speisesaal verbringen wir noch Stunden auf unserer Terasse, die im Mondschein einen Blick auf das weit unten liegende Nerja und das Meer erahnen lässt. Und Holger ist so zufrieden, dass wir tatsächlich eine zweite Nacht bleiben. Als wir verlängern, lächelt der Rezeptionist mir verschwörerisch zu.
Die Stadt selber ist nicht unbedingt der Rede wert. Allerdings gibt es einen Strandpromenade, die es auch Rollifahren erlaubt, fast bis ans Meer zu fahren und die im Sand liegenden Schönen zu bewundern. Außerdem gibt es den “Balkon von Europa”, einen Feslvorsprung über dem Meer, von dem man einen sehr gute Sicht hat. Und tief darunter gibt es einen wunderschöne ruhig gelegene Bucht. Ich durfte Holger natürlich später wieder den Hang hoch schieben, aber ein bisschen Bewegung tut uns beiden ja gut.
6.7.2008 bei 00:36
[…] Nerja - rustikal mit Seeblick | von sevilla bis valencia » Salobrena, die steile […]
11.5.2009 bei 08:22
bitte, bitte, Herr G.: Terrasse kommt von lat. terra, die Erde, und wird IMMER mit 2 “r” geschrieben … (ist mir jetzt schon so häufig hier aufgefallen, daß ich das mal erwähnen mußte).