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Granada und die Alhambra - ein Muss, auch im Rollstuhl
Alhambra: ![]()
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Granada: ![]()
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Eine Burg aus dem Mittelalter, hoch oben auf einem Berg über der Stadt. Kein Wunder, dass wir etwas skeptisch waren, ob der Besuch der Alhambra mit dem Rollstuhl klappen würde. Die Antwort lautet: ja, es geht. Sehr gut sogar.
Man muss nicht einmal die steile enge Straße mit dem eigenen Auto hochfahren und oben einen der Parkplätze suchen. Man kann vielmehr auf der Plaza Nueva in einen der kleinen roten Minibusse steigen. Die sind rollstuhlgerecht und kurven einen die Cuesta de Gomérez hoch praktisch bis fast vor den Haupteingang des Märchenschlosses aus arabischen Zeiten.
Drinnen kann man erst einmal die wunderbaren Gärten der Anlage durchstreifen. Wir sind zunächst hoch in den Park von El Generalife gegangen. Das war auch für Holger fast kein Problem. Nur der Übergang zu dem wunderschönen Brunnen im Patio de la Acequia hat nicht direkt geklappt. Allerdings ist das nicht unmöglich. Denn drinnen stehen Aufpasser, die ein in der Regel verschlossenen Tor mit direktem ebenerdigen Zugang zum Park öffnen können - und die auf Bitten für Rollstuhlfahrer auch tun.
Auch der Zugang zum Königlichen Palast, dem Herzstück der Alhambra, ist problemlos. Zwar können Rollifahrer nicht durch den Haupteingang und verpassen so den ersten der vielen Räume des Rundgangs. Aber über Holzrampen kommt man ohne Probleme über einen Extraeingang in den zweiten Saal und kann somit die wichtigsten Räume und Höfe bewundern. Und um die geht es hier schließlich. Mit ein wenig Hilfe können Rollifahrer auch in die über und über geschmückten Seitenräume. Die Tour lohnt absolut und sollte auf keinen Fall ausgelassen werden!!!
Nur der Abstieg in die königlichen Gärten ist leider nicht möglich. Auch der Zugang zu den Ruinen auf der Spitze des Alhambra-Geländes mit dem Torre de las armas ist nicht möglich. Das ist zwar wegen der Aussicht von dort oben bedauerlich, die Ruinen aber kann man sich sparen. Auch der Zugang ist Palacio de Carlos V ist wegen der Treppen unmöglich. Aber der stammt eh aus der nacharabischen Zeit, liegt wie ein Fremdkörper in dem Gelände und wird auch von vielen Fußgängern links liegen gelassen.
Wer mehr über Mythen und Sagen der Alhambra wissen will, sollte unbedingt das Buch Tales of the Alhambra (Erzählungen von der Alhambra) des Amerikaners Washington Irving lesen. Irving hatte gegen 1828 mehrere Monate auf in der damals wenige beachteten “roten Burg” gelebt und die Geschichten aufgeschrieben, die die zu der Zeit auf der Alhambra Lebenden ihm erzählten. Das Buch ist absolut lesenswert und hilft sehr, die Geschichte des Ortes zu verstehen.