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Botequim Carioca - Brasilianisch in der Linienstraße
Dieser Eintrag stammt von herr grimo Am 6.10.2010 @ 23:36 In Tellerrand-Reisen, Berlin | 1 Kommentar
Der unauffällige Halbbrasilianer hatte Durst. Ich hatte Hunger. Der unauffällige Halbbrasilianer hatte eine Idee. Und so landeten wir dort, wo ich schon unzählige Male dran vorbei geradelt bin: in der [1] Botequim Carioca an der Linienstraße in Berlin-Mitte. Ein kleiner netter Laden. Im Hintergrund läuft authentisch klingende Musik. Und wenn man mal zwischendurch zum Klo muss, stellt man fest: die ist nicht nur authentisch, die ist live. Da sitzen tatsächlich drei Typen hinten in der Ecke und spielen Querflöte und so’n Zeugs.
Das Essen ist - und das sagt der unauffällige Halbbrasilianer - mehr als halbbrasilianisch. Also ziemlich authentisch. Ungefähr so wie die Musik. Es gibt einen Sammlung frittierte Kleinigkeiten. Mal mit Käse, mal mit grünem Irgendwas, mal mit Krabben drin. Mal sind es auch einfach nur Kroketten, die nicht wirklich halbbrasilianisch anmuten, aber egal.
Und es gibt diese schwarze Bohnensuppe. Oder besser: Schwarzebohnensuppe. Etwas zu sehr im Mitte-style in einem weißen Becher servriert. Mit Speck, Und mit einem hochprozentigen Schnaps, der mindestens halbbrasilianisch ist. Alles in allem ist das ganze ziemlich perfekt. Nur zu sauber. Ohne Patina. Nicht so abgeranzt wie es in der vollbrasilianischen Version gewesen wäre. Aber dafür müsste man dann wohl schon hinfahrern. Nach drüber. Nach Brasilien.
Der unauffällige Halbrasilianer fliegt bald. Er hat gefragt , ob ich mitkomme.
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