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Kunst in Costa Rica - und eine echte Kokosnuss
Dieser Eintrag stammt von herr grimo Am 16.10.2010 @ 15:57 In Zeitreisen | 1 Kommentar
Und gleich noch eine Zeitreise aus meinem frisch digitalisierten Videoarchiv. Eine Zeitreise, die mit einer echten Reise verbunden ist. 1991 drehte ich mit meiner Studienkollegin Nicola Stroux in Costa Rica das Dokumentarvideo “Kaffee Bilder Kunst Bananen” über zeitgenössische Kunst in dem kleinen Land in Zentralamerika. Ich war damals insgesamt zwei Monate vor Ort, lernte fast automatisch meine Grundlagen in Spanisch. Und vor allem erstmals, was es heißt länger in einem anderen Land zu sein.
Teil1:
Das insgesamt 30-minütige Video, das ich jetzt in drei Teilen auf youtube gestellt habe, haben Nicola und ich im Rahmen eine Diplom-Projektes an der Hochschule der Künste Berlin erstellt. Es wurde dann 1992 als Begleitmedium zu der Ausstellung “Kunst aus Costa Rica” gezeigt, die das [1] Sprengel Museum Hannover organisiert hatte, und die später noch in einer ganze Reihe weiterer Städte vor allem in Nordrhein-Westfalen zu sehen war.
Teil2:
Die grundsätzliche Idee hinter unserem Costa-Rica-Projekt war einfach: wir wollten zeigen, dass es in so genannten Dritt-Welt-Ländern keineswegs nur native Kunst von den “Eingeborenen” gibt, sondern durchaus sehenswerte, zeitgenössiche Malerei, die auf dem Weltmarkt durchaus bestehen könnte, wenn sie denn wahrgenommen würde.
Teil3:
In Costa Rica waren wir überwiegend in der im Valle Central gelegenen Hauptstast San José, beziehungsweise in dem wegen dotigen Uni studentisch geprägten Vorort San Pedro, wo wir auch ein Apartement hatten. Aber wir sind natürlich auch viel rumgereist, wie man auch in dem Video gut sehen kann. Gleich zweimal waren wir zum Beispiel in Cahuita, einem kleinen Dorf an der Karibikküste, in dem vor allem Schwarze leben. Dort haben wir neben unserem offiziellen Costa-Rica-Kunst-Film noch das kleine Video “the real coconut” gedreht. Damals gab es einen Werbeclip für den Schokoriegel “Bounty”, in dem eine Kokosnuss vom Baum fiel, die so aussah, wie sie der Europäer für gewöhnlich aus dem Supermarkt kennt. Dass sie tatsächlich noch mit einer dicken Faserschicht umgeben ist, war mir bis dahin tatsächlich neu. Deshalb hatten wir Mikón, der in seiner kleinen Hütte nur wenige Meter vom Strand unter Palmen lebte, und Kokosnüsse als Selbstversorger verarbeitete, gebeten, uns zu zeigen, wie eine echt Kokosnuss aussieht. Und was man damit machen muss. Mikón tat uns den Gefallen und holte als echter Showman die längste Machete für seinen Filmauftritt!
The real coconut:
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[1] Sprengel Museum Hannover: http://www.sprengel-museum.de/
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