Infos

Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs grimo auf reisen für November, 2010.

November 2010
M D M D F S S
« Okt   Dez »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Archive für November 2010

Lückenschluss 2010 - es geht wieder los


Größere Kartenansicht

Google Street View bringt es an den Tag: Die Gegend um den Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte hat sich in den letzten Jahren rasant geändert. Die Ecke an der Kreuzung Rosenthaler Straße und Linienstraße zeigt die neue Straßenansicht noch mit einem großem Baum und einem Holzkiosk. Das Street View Bild ist zwei, maximal drei Jahre alt - und dennoch nur noch von historischen Wert. Heute steht dort das Easyhotel, umrahmt von weiteren Neubauten in beiden Straßen. Mittlerweile sind im Umkreis von wenigen hundert Metern rund 70 Bauprojekte geplant, begonnen oder schon abgeschlossen.

Schon vor einem Jahr war es unübersehbar: Rund um den Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte läuft das großangelegte Projekt Lückenschluss. Nahezu überall, wo in den Straßenfluchten noch eine Brache war, wurde gebaut. Oder ein Bau geplant. Oder angeküdingt. Ich habe das Phänomen damals erstmals versucht, aufzulisten und so zu begreifen.

Ein Jahr später habe ich all die Projekt nochmal abgeklappert - wieder auf einer Googlemap eingetragen. Gelb sind alle schon fertig gestellten Bauten, blau sind laufende oder geplante Projekte, lila sind im Laufe des letzten Jahres neu von mir entdeckte Projekte.
Lückenschluss Berlin-Mitte 2010 auf einer größeren Karte anzeigen
Denn zwischendurch konnte man den Eindruck gewinnen, dass es schon wieder vorbei sei mit dem Bauboom in den Mitte-Lücken. Die Weltwirtschaftskrise hatte auch hier ihre Spuren hinterlassen. Einige Projekte kamen gar nicht voran, andere lassen sich offenbar selbst ein Jahr nach ihrer Fertigstellung nicht vermarkten. Da scheint sich der ein oder andere Investor verkalkuliert zu haben.

Vorbei ist der Baumboom aber dennoch nicht. Im Gegenteil, es scheint gerade wieder Den Rest des Eintrags lesen »

Hausbesetzung ist Kunst - Dezember 1990

“Die Personen, die sie hier sehen, kommen aus einem Film …” 20 Jahre später ist dieser Film - oder vielmehr das Video - von der ersten Hausbesetzung nach den Räumungen in der Mainzer Straße erstmals online.

Berlin-Friedrichshain, wenige Wochen nach der Wiedervereinigung. Am 14. November 1990 wurden die 13 besetzten Häuser in der Mainzer Straße geräumt. Uwe Rada hat da jüngst ausführlich in der taz dran erinnert. Andrej Holm hat auf seinem Blog alte Videos verlinkt.

Für viele war es das Ende der Ostberliner Hausbesetzerbewegung.

Für einige aber war es ein Anfang. Wenige Tage nach der brutalen Räumung bildete sich an der Hochschule der Künste (HdK, so hieß damals noch die heutige Universität der Künste, UdK) eine Aktionsgruppe, die etwas tun wollte. Die zeigen wollte, dass es bei Hausbesetzungen weniger um Gewalt, als um Kreativität geht.

Die Idee war schnell geboren: Machen wir eine Kunstaustellung zum Thema. Natürlich in einem besetzten Haus. Aber in welchem? Besetzen wir doch selber eins. Denn Hausbesetzung ist Kunst!

Schon vier Wochen später, Den Rest des Eintrags lesen »

Heaven, 10 Versionen von …

Fragt mich nicht warum, aber ich war auf der Suche nach einem alten Song und habe herausgefunden, dass der eine oder andere den guten alten Cure-Song auch himmlisch findet:

Der Typ mit der Ukulele (wirklich Den Rest des Eintrags lesen »

Drei Tage Dresden

Nachtrag vorweg: Wer von Berlin nach Dresden fährt, sollte den Eurocity nehmen. Denn der EC ist eine Zeitreise für sich. Langsam ist der Zug vor allem, weil der Zustand der Strecke urst übel ist. Aber der EC ist vor allem ein Erlebnis, weil er von der tschechischen bzw. der ungarischen Bahn betrieben wird. Und das heißt: alte Abteilwaggons und vor allem ein Speisewagen, wie ihn die Bahn AG nicht einmal in ihren Oldtimerzügen noch hinbekommen könnte. Die Kellner sehen so aus, als ob sie Kellner ist osteuropäischen Speisewagen spielen würden. Perfekt bis zum zerstrubbelten Haar. Und auch dieser seltsame Geruch - ja, da muss wohl in der Küche tatsächlich jemand heimlich geraucht haben - wäre in allen Fahrzeugen der Bahn AG undenkbar. Genauso wie das Speisenangebot: Wir hatten ungarisches Gulasch, Palatschinken und tschechisches Bier. Was will man mehr? Nun, vielleicht einen Speisewagen der tschechischen Bahn. Denn da, so sagte der unser Tippgeber, da sei das ganze Angebot noch besser.

Dresden also. Freitag bis Sonntag. Drei Tage zur Annäherung an eine seltsame Stadt. In der man selbst als überzeugtester Gegner der disneyländischen Rekonstruktion untergegangener Prachtbauten sehr bald begreift, warum Den Rest des Eintrags lesen »

Kastanienallee oder Autobahn

Meine alte Heimatstraße steht vor dem Umbau:

http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/-0388866e95/

Und facebooker finden das nicht so gut.

http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/STOP-New-Kastanienallee/159920920711308?v=wall

Gut so!

|