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Dezember 2011
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Archive für 10.12.2011

Sonne und Regen. Und ein Bad.

David (vorne) und Huaraz, da hinten im Tal

Die Entscheidung ist gefallen. Ich werde nicht mit dem Esel durch das Gebirge wandern. Es muss einen wunderbare Tour sein. Aber hier regnet es jeden Tag ab Mittags, spaetstens ab Nachmittags. Und das nicht zu knapp. Allein die Vorstellung, dass ich irgendwo auf ueber 4.000 Metern Hoehe bei etwa 0 Grad in einem Minizelt hocke, mit feuchten bis nassen Klamotten, ist nicht wirklich reizvoll. Ich werde wiederkommen muessen. Im Sommer. Von Mai bis September soll es hier wunderbar sein. Also ohne Regen.

Stattdessen mache ich mit Carmen und David kleine Den Rest des Eintrags lesen »

Der Krieg. Und der Roman.

Blaue StundeEgal wohin man reist, der Krieg war schon da. Bei meiner letzten Reise in Vietnam war er unuebersehbar. Hier in Peru ist er etwas versteckter. Es war ja auch “nur” ein kleiner, aber langer und brutaler Konflikt zwischen den Regierungstruppen und dem terroristischen Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad). Die Folgen schildert sehr eindrucksvoll der Roman “Die blaue Stunde” von Alonso Cueto. Er erzaehlt von einem Anwalt aus Lima, der nach dem Tod seiner Mutter erfaehrt, dass sein Vater auf Seiten des Militaers an Folter, Mord und Vergewaltigungen beteiligt war. Und dass eine von ihm gefangen gehalteten Frau entkommen ist. Der Rest der Geschichte gibt einen Einblick in die sozialen Differenzen des heutigen Lima. Und stellt die Frage nach der Schuld der Nachkommen.  Eine Art Aufarbeitung der Geschichte durch die Nachkriegsgeneration. Sehr lesenswert.

Die Lagune. Das Beben. Und die suesse Milch

Schneeberge oberhalb der Laguna Bromelia in den Bäumen an der Lagune Die Lagune Hier war mal eine Stadt: Plamen in Yungay Disteln in Yungay Gedenkstätte für Yungay

Max hat Schuld. Das zumindest liegt auf der Hand. Max ist der Typ, der mir unbedingt die Vier-Tage-Mit-Dem-Esel-Santa-Cruz-Trekking verkaufen wollte. Und am liebsten nicht nur mir, sondern noch ganz vielen anderen Reisenden. Was nicht ganz einfach ist, denn eins gibt es hier in der Nebensaison eben nicht: viele Reisende. Deshalb nutzt Max jede Chance. Mich zum Beispiel. Am Donnerstagmorgen war ich puenktlich fuer die Tour nach Chavin vor der Agentur von Max. Er war auch da. Und erzaehlte von vier jungen Deutschen, die auch ueberlegen, ob sei den Santa-Cruz-Trail machen sollen. Ich solle ihnen doch kurz sagen, was ich davon halte. Offenbar eine Art von Teambuilding. Jedenfalls tat ich im den Gefallen, laberte ein wenige ueber fuer und wieder, ging zurueck zur Tour-Agentur - und meine Bus war weg. Na super.

Ersatzweise durfte ich zur Lagune Llananuco mitfahren. Auch nicht schlecht. Ein gruen-blauer See auf 3800 Meter Hoehe, umgeben von schneebedeckten Gipfel, die sich netterweise kurz zwischen den Wolken zeigen. So soll es sein!

Aber solche Touren haben ja nie Den Rest des Eintrags lesen »

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