Infos

Sie befinden sich aktuell in den grimo auf reisen Blog-Archiven für den folgenden Tag 26.12.2011.

Dezember 2011
M D M D F S S
« Nov   Jan »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Archive für 26.12.2011

Iquitos? Solo Carga!

Rückfahrt, die Ausläufer der Anden schon wieder am Horizont Straße in Lagunas mit dem Haus von Juan

Ich hatte einen Traum. Am Ende dieser Reise wollte ich in Iquitos sein. Der Stadt am Amazonas. Mitten im Regenwald. Aber es hat nicht sollen sein. Am Samstag nach meiner Rueckkehr aus dem Wald nach Lagunas hatte mir Juan, der Chef der lokalen Touragentur zwar verkuendet, dass am Sonntagmorgen ein Schiff nach Iquitos fahren wuerde. Das haette wunderbar gepasst. Aber spaeter stellte sich in dem kleinen Buero am Hafen heraus, dass ausgerechnet dieses Schiff “solo carga” mitnehme, also nur Fracht. Und keine Passagiere. Da sei nichts zu machen, sagte die Frau in der Oficina. Keine Chance.

Juan sah das zwar anders. Wenn so ein Schiff erstmal da waere, Den Rest des Eintrags lesen »

Der Regenwald (4. Tag): Realitaeten und Legenden

dsc01498.jpgEs ist schon der letzte Tag. Die Zeit vergeht im Fluss. Die Sonne brennt erneut auf unsere Koepfe. In einem Baum sitzt ein Tucan, den ich erst erkenne, als er los fliegt und seinen riesigen Schnabel in die Luft hebt. Und Jorge erzaehlt. Vom Leben den Menschen in Lagunas. Dass es nicht einfach ist, hier eine Arbeit zu finden. Und noch schwieriger eine gut bezahlte. Vor allem fuer die Frauen. Wer etwa als Kindermaedchen bei einer Familie arbeite, verdiene 70 Sol. Das sind nur gut 20 Euro. Es ist der Monatslohn! Als Koechin bei einer Familie bekomme man 80, manchmal 90 Sol. Das sei der uebliche Monatsverdienst mit dem die zahlreichen alleinerziehenden Frauen hier sich und ihre Kinder durchbringen muessen. Ein Ding der Unmoeglichkeit. Einige gingen deshalb nach Lima, dort bekaemen sie immerhin rund 300 Sol pro Monat, plus Essen und Unterkunft. Hilfe von den Vaetern der Kinder sei eher die Ausnahme. Viele Frauen haetten Den Rest des Eintrags lesen »

Der Regenwald (3. Tag): Apotheke im Wald

Der Waldknoblauch  Mitbewohner in der Hütte der zweiten Nacht

Dann kommt die Sonne. Sie knallt vom Himmel. Sie brennt sich in die Haut. Der Schweiss perlt unter meinem Hemd den Ruecken hinunter. Ich bin schon wieder plitschnass. Es ist heiss. Es ist wunderbar. Und es geht schon wieder zurueck Richtung Lagunas. Am Morgen aber macht Jorge mit mir erst noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald. Weit kommen wir nicht, denn bald stehen wir so tief im Wasser, dass es in unsere Gummistiefel zu schwappen droht. Denn auch hier liegt das meiste Land im alles ueberspuelenden Fluss. Aber ein paar Pflanzen aus der “Waldapotheke” kann Jorge Den Rest des Eintrags lesen »

Der Regenwald (2. Tag): Grosse Tiere im Fluss

Delfine in der Lagune

Dann kommt der Regen. Jorge hat es selbstverstaendlich schon wieder ein paar Minuten vorher gewussst. Der Stand der Wolken hat es ihm diesmal verraten. Heute bin ich besser vorbereitet. Die blaue Plane schuetzt wieder Gepaeck und Proviant. Ich aber bleibe aussen vor. Ziehe das Hemd aus. Und paddle mit Jorge im Takt und mit blossem Oberkoerper durch den Regen. Es ist wie unter einer Dusche. Mit lauwarmen Wasser. Es prickelt auf der Haut. Es platscht in den Haaren. Ich bin plitschnass. Es ist wunderbar. Und hoert diesmal schon nach etwa einer halben Stunde wieder auf. Schade eigentlich.

Nach zahlreichen Kurven im Fluss und herrlich dschungeligen Abkuerzungen durch den Wald erreichen wir Den Rest des Eintrags lesen »

Der Regenwald (1. Tag): Der Regen

Im Kanu mit Jorge

Dann kommt der Regen. Jorge hat es schon ein paar Minuten vorher gewusst. Er kennt das Rascheln, das sanfte Plaetschern in den Blaetter des Waldes, das sich erst nur minimal vom Rauschen des Windes unterscheidet. Aber dann naeher kommt. Lauter wird. Trommelt. Und Prasselt. Bis er uns erreicht. Der Regen. Mit aller Wucht.

Wir sitzen in unserem Einbaum. Jorge Arimuya Ruiz ganz vorn. Ich ganz hinten. Dazwischen unser Gepaeck. Mein kleiner Rucksack. Sein Reisetaeschchen. Ein paar Saecke mit Toepfen und Tellern. Und der Proviant fuer die naechsten vier Tage hier in der Reserva Nacional Pacaya Samiria bei Lagunas. Dem groessten Nationalpark von Peru, im Flachland Den Rest des Eintrags lesen »

Schifffahrt auf dem Rio Huallaga

Rio Huallaga  Die Fähre El Romantico II

Das ist er. Der Fluss. Breit. Braun. Von unendlichem Gruen umgeben. Rechts. Links. Vorne an der naechsten Flussbiegung, genauso wie hintenan der gerade passierten. Der Rio Huallaga, der irgendwann in den Rio Maranon fliessen wird, der wiederum irgendwo bei Iquitos dann ploetzlich Amazonas heissen wird. Aber noch ist es nicht so weit. Noch ist es nur ein Nebenfluss. Mein zuhause fuer die naesten 10 Stunden, bis Lagunas, einem Oertchen am Flussrand, das nur per Schiff zu erreichen ist.

Ich fahre mit El Romantico II, einem komplett aus Holz gebauten, blau gestrichenem Schiff. Sehr stabiles Holz, erklaert mir Emir, ein Lehrer aus Lagunas, den ich am Vortag Den Rest des Eintrags lesen »

|