Mai 2012
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Verfasser-Archiv

Tonio, Fabio, Carla y Julio

Tonio steht am Strassenrand. Mitten im Gedraengel auf dem Rueckweg vom Marktviertel in Trujillo. Ein wunderbares Gewimmel ueberall. Und mittendrin eben Tonio. Mitte Vierzig vielleicht. Etwas unrasiert, schiefe Zaehne, freundliches Laecheln und deutsche Worte auf den Lippen. Er quatscht mich an. Wenig spaeter sitzen wir Den Rest des Eintrags lesen »

Iquitos? Solo Carga!

Rückfahrt, die Ausläufer der Anden schon wieder am Horizont Straße in Lagunas mit dem Haus von Juan

Ich hatte einen Traum. Am Ende dieser Reise wollte ich in Iquitos sein. Der Stadt am Amazonas. Mitten im Regenwald. Aber es hat nicht sollen sein. Am Samstag nach meiner Rueckkehr aus dem Wald nach Lagunas hatte mir Juan, der Chef der lokalen Touragentur zwar verkuendet, dass am Sonntagmorgen ein Schiff nach Iquitos fahren wuerde. Das haette wunderbar gepasst. Aber spaeter stellte sich in dem kleinen Buero am Hafen heraus, dass ausgerechnet dieses Schiff “solo carga” mitnehme, also nur Fracht. Und keine Passagiere. Da sei nichts zu machen, sagte die Frau in der Oficina. Keine Chance.

Juan sah das zwar anders. Wenn so ein Schiff erstmal da waere, Den Rest des Eintrags lesen »

Der Regenwald (4. Tag): Realitaeten und Legenden

dsc01498.jpgEs ist schon der letzte Tag. Die Zeit vergeht im Fluss. Die Sonne brennt erneut auf unsere Koepfe. In einem Baum sitzt ein Tucan, den ich erst erkenne, als er los fliegt und seinen riesigen Schnabel in die Luft hebt. Und Jorge erzaehlt. Vom Leben den Menschen in Lagunas. Dass es nicht einfach ist, hier eine Arbeit zu finden. Und noch schwieriger eine gut bezahlte. Vor allem fuer die Frauen. Wer etwa als Kindermaedchen bei einer Familie arbeite, verdiene 70 Sol. Das sind nur gut 20 Euro. Es ist der Monatslohn! Als Koechin bei einer Familie bekomme man 80, manchmal 90 Sol. Das sei der uebliche Monatsverdienst mit dem die zahlreichen alleinerziehenden Frauen hier sich und ihre Kinder durchbringen muessen. Ein Ding der Unmoeglichkeit. Einige gingen deshalb nach Lima, dort bekaemen sie immerhin rund 300 Sol pro Monat, plus Essen und Unterkunft. Hilfe von den Vaetern der Kinder sei eher die Ausnahme. Viele Frauen haetten Den Rest des Eintrags lesen »

Der Regenwald (3. Tag): Apotheke im Wald

Der Waldknoblauch  Mitbewohner in der Hütte der zweiten Nacht

Dann kommt die Sonne. Sie knallt vom Himmel. Sie brennt sich in die Haut. Der Schweiss perlt unter meinem Hemd den Ruecken hinunter. Ich bin schon wieder plitschnass. Es ist heiss. Es ist wunderbar. Und es geht schon wieder zurueck Richtung Lagunas. Am Morgen aber macht Jorge mit mir erst noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald. Weit kommen wir nicht, denn bald stehen wir so tief im Wasser, dass es in unsere Gummistiefel zu schwappen droht. Denn auch hier liegt das meiste Land im alles ueberspuelenden Fluss. Aber ein paar Pflanzen aus der “Waldapotheke” kann Jorge Den Rest des Eintrags lesen »

Der Regenwald (2. Tag): Grosse Tiere im Fluss

Delfine in der Lagune

Dann kommt der Regen. Jorge hat es selbstverstaendlich schon wieder ein paar Minuten vorher gewussst. Der Stand der Wolken hat es ihm diesmal verraten. Heute bin ich besser vorbereitet. Die blaue Plane schuetzt wieder Gepaeck und Proviant. Ich aber bleibe aussen vor. Ziehe das Hemd aus. Und paddle mit Jorge im Takt und mit blossem Oberkoerper durch den Regen. Es ist wie unter einer Dusche. Mit lauwarmen Wasser. Es prickelt auf der Haut. Es platscht in den Haaren. Ich bin plitschnass. Es ist wunderbar. Und hoert diesmal schon nach etwa einer halben Stunde wieder auf. Schade eigentlich.

Nach zahlreichen Kurven im Fluss und herrlich dschungeligen Abkuerzungen durch den Wald erreichen wir Den Rest des Eintrags lesen »

Der Regenwald (1. Tag): Der Regen

Im Kanu mit Jorge

Dann kommt der Regen. Jorge hat es schon ein paar Minuten vorher gewusst. Er kennt das Rascheln, das sanfte Plaetschern in den Blaetter des Waldes, das sich erst nur minimal vom Rauschen des Windes unterscheidet. Aber dann naeher kommt. Lauter wird. Trommelt. Und Prasselt. Bis er uns erreicht. Der Regen. Mit aller Wucht.

Wir sitzen in unserem Einbaum. Jorge Arimuya Ruiz ganz vorn. Ich ganz hinten. Dazwischen unser Gepaeck. Mein kleiner Rucksack. Sein Reisetaeschchen. Ein paar Saecke mit Toepfen und Tellern. Und der Proviant fuer die naechsten vier Tage hier in der Reserva Nacional Pacaya Samiria bei Lagunas. Dem groessten Nationalpark von Peru, im Flachland Den Rest des Eintrags lesen »

Schifffahrt auf dem Rio Huallaga

Rio Huallaga  Die Fähre El Romantico II

Das ist er. Der Fluss. Breit. Braun. Von unendlichem Gruen umgeben. Rechts. Links. Vorne an der naechsten Flussbiegung, genauso wie hintenan der gerade passierten. Der Rio Huallaga, der irgendwann in den Rio Maranon fliessen wird, der wiederum irgendwo bei Iquitos dann ploetzlich Amazonas heissen wird. Aber noch ist es nicht so weit. Noch ist es nur ein Nebenfluss. Mein zuhause fuer die naesten 10 Stunden, bis Lagunas, einem Oertchen am Flussrand, das nur per Schiff zu erreichen ist.

Ich fahre mit El Romantico II, einem komplett aus Holz gebauten, blau gestrichenem Schiff. Sehr stabiles Holz, erklaert mir Emir, ein Lehrer aus Lagunas, den ich am Vortag Den Rest des Eintrags lesen »

Feliz Navidad

Krippe in einem Mini-Restaurant in Marcara

Weihnachten ist in Peru überall ein Thema. Das ganze Land ist geschmückt. Mit Krippen und Weihnachtsbäumen - mal mit, mal ohne Plastikschnee. Und immer wieder papa noel, wie der Weihnachtsmann hier heißt.

Kirche an der plaza de armas in Trujillo

Noch mehr Weihnachtsdeko? Hier: Den Rest des Eintrags lesen »

Yurimaguas. Endlich am Fluss

dsc01363.jpg Yurimaguas 2 Yurimaguas mit Fluss

Unten liegt der Fluss. Der Rio Huallaga. Breit wie der Rhein bei Koeln. Aber dennoch nur einer der Zufluesse des Amazonas. Dahinter, auf der anderen Seite des Ufers steht der Wald. Der Regenwald. Passend unter schwarz-grauen Wolken, aus denen es blitzt und donnert. Auf dieser Seite des Flusses aber ist es trocken. Hier haben ein paar Frauen einen kleinen naechtlichen Markt mit Tischen aufgebaut. Es gibt Fisch. Gross. Eher rund. Sehr, sehr lecker. In einem Bananenblatt vorgekocht. Und dann bei der Bestellung auf dem Grill aufgewaermt. Als Beilage: Bananen vom Grill. Sehr trocken. Nicht suess. Dazu ein Getraenk, das im spaerlichen Licht ein wenig wie Cola aussieht, aber nach roten Beeren schmeckt. Genau so muss Essen auf Reisen sein. Den Rest des Eintrags lesen »

Froehliche Weihnacht in Tarapoto

Die Krippe auf der plaza de armas von Tarapoto

Tapapoto an sich muss man nicht gesehen haben. Aber die plaza de armas in der Weihnachtszeit ist der Hammer. Zum einen wird sie von drei buntleuchtenden Fahrzeugen umkurvt, in denen Weihnachtsmaenner mit echt falschen Baerten (was fuer ein Scheissjob bei der hier herrschenden Hitze) immer rund um den Platz fahren. Zum anderen steht in der Mitte eine Krippe, die nun wirklich nichts zu wuenschen uebrig laesst. Denn Maria und Josef, die drei heiligen Koenige und einige weitere Randfiguren, die hier als lebensgrosse Puppen zwischen allerlei Blinklichtern und einem Papptukan aufgestellt wurden, tragen die Gesichter der Den Rest des Eintrags lesen »