grimo auf reisen

die welt liegt uns zu füßen

D.F.: Kunst, Weltpolitik und ein seltsames Angebot

Frida Kahlo

Noch ein Sonntag in D.F.. Ich spaziere durch die gemütlich kleinstädtischen Viertel San Angel nach Coyoacán, gucke mir kurz von außen die Casa de Malinche an, in der die indianische Geliebte von Hernan Cortez gelebt haben soll, und dann das Museo Frida Kahlo in der Casa Azul, wo sie geboren wurde, lange lebte und auch starb. Ein wunderschönes Haus, mit nur wenigen Bildern von Frida, dafür umso mehr aus der Sammlung von Diego Riveras. Eigene Bilder, unzählige Indigena-Gegenstände und Bilder befreundeter Maler.

Mehr zu sehen ist im Museo Dolores Olmeda Patino, benannt nach der gleichnamigen Muse und Sammlerin, die die wichtigesten Bilder von Frida Kahlo, Riveras, Maya-Kunst und Fotos von sich mit allen möglichen Promis zusammengetragen hat. Eine lustige Mischung. Im weitläufigen Garten: Pfauen und Xoloitzcuintles, haaarlose, graue Hunde aus prehsipanischer Zeit, die aussehen, als seien sie lebende Bronzefiguren.

Der Koreaner

Abends im Hostal Casa de los Amigos (von Quäkern geführt) ergibt sich das typische Backpackergespräch. Der Koreaner Chai Son (o.ä., hört sich für an wie Jason), 30, hat seinen Job als Maschineningenieur gekündigt und will nun ein Jahr reisen. Auf der Suche nach etwas anderem. Ihn beeindruckt hier vor allem die allgegenwärtige Revolution, auf den Murales etc.. Wir philosophieren lange über Politik in Mexiko, Deutschland und Korea. Er träumt von einer Revolution, mehr Demokratie und Wiedervereinigung mit Nordkorea, weiß aber nicht, was er dafür tun soll. Erstmal reisen.

Raúl

Sitz in seinem Auto und fragt nach etwas, bietet mir dann an, Fotomodell für Bademoden zu werden. Aufnahmen morgen. Es gibt angeblich 10000 Pesos. Er ist Wrebefotograf, arbeitet u.a. für VW in Pueblo. Ich kann ihn nur notdürftig davon überzeugen, dass ich trotz europäischen Aussehens, das er sucht, der Falsche bin.

 

One response to “D.F.: Kunst, Weltpolitik und ein seltsames Angebot”

  1. […] Die Tour damals begann in D.F., führte über Oaxaca nach Mazunte, wo ich fast eine Woche geblieben bin. Dann ging es weiter nach San Cristobal in Chiapas nach Palenque und über Villahermosa zurück nach D.F.  […]

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