grimo auf reisen

die welt liegt uns zu füßen

Anfälle von Sentimentalität. Dieser Text ist einer davon (Zur Besetzung der K77 vor 21 Jahren)

Bildschirmfoto 2013-06-22 um 12.59.24

Vor elf Jahren haben ich folgenden Text für die taz geschrieben, weil heute vor 21 Jahren …

The making of … K 77

Vor zehn Jahren wurde die Kastanienallee 77 besetzt. Prominente, Politiker und sogar die Polizei unterstützten die Aktion. Bis heute üben die Bewohner Kommune. Eine Innensicht von außen

Das rote Kreuz leuchtet an der Fassade. Geschätzt sieben mal sieben Meter. An der Dachrinne flattern Mullbinden im Wind. Baustadtrat Matthias Klipp (Grüne) hat eine Kiste Bier spendiert. Und wir sitzen vor unserem Haus, euphorisch, in Feierlaune.

Am Nachmittag des 20. Juni 1992 waren wir vorgefahren mit dem „Omnibus für direkte Demokratie in Deutschland“ – eine weiß gekleidete Truppe, das „NotärztInnenkomitee der Vereinigten Varben Wawavox“. Das alte Haus lag im Sterben, wir transplantierten ein neues Herz und kündigten an, uns weiter um den Patienten zu kümmern, für hundert Tage und darüber hinaus. Keine Besetzung, sondern eine Kunstaktion sei das Fassadentheater, erklärten wir der Polizei. Und ein befreundeter Anwalt wies den Einsatzleiter darauf hin, dass er laut „Berliner Linie“ des Senats eine Neubesetzung zwar umgehend räumen müsse, aber die Freiheit der Kunst sei doch wohl wichtiger als eine Verwaltungsvorschrift. Die grünen Viren zogen ab, die Operation war vorerst geglückt.

Neubesetzungen waren damals – 1992 – eigentlich schon längst wieder Geschichte. Zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung im Oktober 1990 waren in Ostberlin innerhalb weniger Monate rund 130 leer stehende Häuser bezogen worden. Doch schon im … DER GANZE TEXT STEHT HIER.

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