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Atomausstieg selber machen

antiatomfahne.jpgIm jüngsten Zeitmagazin gibt es eine Statistik, laut der in der meisten Bundesländern immernoch weniger als 10 Prozent der Kunden Ökostrom kaufen, sich also von Atomkraftwerken beliefern lassen.

Falls Du dazugehörst, möchte ich dir im folgenden erklären, wie einfach und problemlos es ist, den Stromanbieter zu wechseln. Es reichen ein paar Klicks im Internet!

Die besten Infos findest du auf dieser Internetseite, die von einem Bündnis aus Umweltorganisationen, Anti-Atom-Initiativen etc. betrieben wird:

Die wichgsten Fragen:
1.) Hat Ökostrom eine andere Qualität als anderer Strom?
Nein, der Strom, der aus der Steckdose kommt, bleibt der selbe wie zuvor. Deshalb ändert sich an der Qualität nichts.

2.) Warum soll ich dann den Anbieter wechseln?
Stell dir vor, du würdest Trinkwasser aus einen Becken saugen. Auf der anderen Seite des Beckens sitzen die Wasseranbieter und füllen das Becken wieder auf. Von Den Rest des Eintrags lesen »

Lückenschluss 2010 - es geht wieder los


Größere Kartenansicht

Google Street View bringt es an den Tag: Die Gegend um den Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte hat sich in den letzten Jahren rasant geändert. Die Ecke an der Kreuzung Rosenthaler Straße und Linienstraße zeigt die neue Straßenansicht noch mit einem großem Baum und einem Holzkiosk. Das Street View Bild ist zwei, maximal drei Jahre alt - und dennoch nur noch von historischen Wert. Heute steht dort das Easyhotel, umrahmt von weiteren Neubauten in beiden Straßen. Mittlerweile sind im Umkreis von wenigen hundert Metern rund 70 Bauprojekte geplant, begonnen oder schon abgeschlossen.

Schon vor einem Jahr war es unübersehbar: Rund um den Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte läuft das großangelegte Projekt Lückenschluss. Nahezu überall, wo in den Straßenfluchten noch eine Brache war, wurde gebaut. Oder ein Bau geplant. Oder angeküdingt. Ich habe das Phänomen damals erstmals versucht, aufzulisten und so zu begreifen.

Ein Jahr später habe ich all die Projekt nochmal abgeklappert - wieder auf einer Googlemap eingetragen. Gelb sind alle schon fertig gestellten Bauten, blau sind laufende oder geplante Projekte, lila sind im Laufe des letzten Jahres neu von mir entdeckte Projekte.
Lückenschluss Berlin-Mitte 2010 auf einer größeren Karte anzeigen
Denn zwischendurch konnte man den Eindruck gewinnen, dass es schon wieder vorbei sei mit dem Bauboom in den Mitte-Lücken. Die Weltwirtschaftskrise hatte auch hier ihre Spuren hinterlassen. Einige Projekte kamen gar nicht voran, andere lassen sich offenbar selbst ein Jahr nach ihrer Fertigstellung nicht vermarkten. Da scheint sich der ein oder andere Investor verkalkuliert zu haben.

Vorbei ist der Baumboom aber dennoch nicht. Im Gegenteil, es scheint gerade wieder Den Rest des Eintrags lesen »

Kastanienallee oder Autobahn

Meine alte Heimatstraße steht vor dem Umbau:

http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/-0388866e95/

Und facebooker finden das nicht so gut.

http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/STOP-New-Kastanienallee/159920920711308?v=wall

Gut so!

10.10.10 - Der Name Gereon

Tolles Datum heute. Nicht nur für Zahlenfans. Sondern auch für alle Träger des seltenen Vornamens Gereon. Denn die haben heute Namenstag.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c8/Stefan_Lochner_004.jpg

Den Namen kennen meist nur drei Typen von Menschen: Erstens solche, die so heißen. Zweitens solche, die jemanden persönlich kennen, der so heißt. Und drittens Kölner. Denn in der Stadt am Rhein steht nicht nur eine Gereons-Kirche. Gereon ist auch noch der Patron von Köln, der Stadtheilige. Und in einer katholisch geprägten Stadt hat der Stadtheilige offenbar immernoch eine gewisse Bedeutung.

Wo der Name genau herkommt ist unklar. Der Heilige jedenfalls soll Mitglied oder gar Anführer eines Teils der so genannten thebäischen Legion gewesen sein, die im 4. Jahrhundert - kurz gesagt - für das gute, also das Christentum gekämpft hat. Und wie es sich für einen Märtyrer gehört, wurde der gute Gereon am Ende geköpft. Wo genau das gewesen sein soll, ist unstritten. Ungewiss ist auch, wann und wieso die Legende mit der Stadt Köln verknüpft wurde. Sicher ist nur, dass die dortige Kirche ebenfalls rund 1600 Jahre alt ist. Und wie sich das für eine richtig katholische Kirche gehört, steht in einer Ecke eine Reliquie: hier die Blutsäule, an der noch Reste des echten Blutes von Gereon und seinen Gefährten kleben soll. Die Säule sollte man einer weiteren Legende nach übrigens nur besuchen, wenn man selbst noch niemanden umgebracht hat, sonst geht es einem wie König Theoderich und man bekommt plötzlich mit einem tödlichem Stich im Herz. Wenigstens blieb sein Wams unversehrt. So unversehrt, wie die Leiche, die 1121 in der Kirche ausgegraben wurde, und seither als die des Heiligen gilt. Legenden sind etwas wunderbares!

Für die praktisch veranlagten Katholiken hat der gute Gereon zwei Funktionen: er ist Patron der Soldaten (was bei seiner Geschichte nicht ganz überrascht). Und er hilft gegen Kopfschmerzen. Grund dafür ist aber angeblich nicht die radikalste Lösung gegen Kopfschmerz: Kopf ab! Vielmehr soll später mal ein Bischof durch Staub aus dem Brunnen der Kirche St. Gereon von Kopfschmerzen geheilt worden sein. Nun denn.

Wie bei der Geschichte es heiligen Gereon, die mehr auf Mythen denn auf Fakten beruht, herrscht auch bei der Bedeutung des Namens eine gepflegte Ungewissheit. Meist wird vermutet, dass Den Rest des Eintrags lesen »

Gärtners Stolz

Riesensonnenblume

Mischblumenwiese

Ich will jetzt Sommer ham

Der aktuelle Song zur Jahreszeit:

Ich will jetzt Sommer ham

Ursprünglich von der unglaublichen und völlig unbekannten Schrammelband “Hilf Dir Selbst Sonst Hilft Dir Gott”, hier in einer späteren, etwas geglätteten Version des ebenso unbekannten Duos “grimo” - irgendwann in den 90er aufgenommen.

Lokale Kunstinstallation

rmutt-berlin.jpg

Neue Kunst in unserem Bad - als wunderbar dezentes  Teil einer weltweiten Installation.

Lückenschluss in Berlin-Mitte

Unmittelbar vor der Haustür. Es ist unübersehbar. Hier läuft seit ein, zwei Jahren ein groß angelegtes Projekt. Ich würde es nennen: “Lückenschluss Berlin-Mitte”. In der Gegend rund um den Rosenthaler Platz ist zur Zeit offenbar keine einzige Baulücke mehr sicher vor den Immobilienentwicklern. Viele sind schon bebaut. Viele werden gerade zugebaut. Viele sind für Bebauung vorgesehen.

Ich habe heute nachmittag mal eben begonnen, mein Wissen in einen Googlemap einzugeben. Und bin ohne allzugroße Anstrengung auf über 40 Projekte gekommen. Bei einigen handelt es sich Projekte von so genannten Baugruppen. Die habe ich netterweise mal grün markiert. Der Rest sind Hotels oder offensichtliche Luxusprojekte. Einige sehen gar nicht komplett doof aus. Aber so richtig gut kann man die meisten nur finden, wenn man das entsprechende Millönchen auf dem Konto liegen hat. Was das für den Kiez bedeutet? Das kann sich jeder wohl selbst ausmalen.

Wer sich die Karte in GoogleEarth anschaut, kann dort über die angegebenen Links zum jeweiligen Bauprojekt klicken - das macht den Schauereffekt perfekt.

Ku’damm

Eine Reise in den Nahen Westen. Mit dem Rad mal dahin, wo man sonst nie hinkommt. Oder fast nie. In den exotischen Westen. An den Ku’damm. Unser Ziel: einen Samstagnachmittag über den Boulevard flanieren und später ins Café Kranzler gehen, weil Touristen dort hingehen.

Das Ergebnis: Auf dem mittleren Kurfürstendamm, dort wo sich Valentino und ähnliche Geschäfte drängeln, darf man sein Auto anscheinend nur parken, wenn es sich um einen Porsche, Jaguar, Ferrari oder wenigstens einen gehobenen Mercedes handelt. Standardfarbe: schwarz! Als Händler sollte man zudem Russisch sprechendes Personal haben.

Das Café Kranzler hingegen gilt es unbedingt zu meiden. Es ist - wie eigentlich zu erwarten war - eine reine Touristenfalle, die zu überhöhten Preisen schlechten Kuchen serviert.

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