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Februar 2012
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Archiv der Kategorie Zeitreisen

Hausbesetzung ist Kunst - Dezember 1990

“Die Personen, die sie hier sehen, kommen aus einem Film …” 20 Jahre später ist dieser Film - oder vielmehr das Video - von der ersten Hausbesetzung nach den Räumungen in der Mainzer Straße erstmals online.

Berlin-Friedrichshain, wenige Wochen nach der Wiedervereinigung. Am 14. November 1990 wurden die 13 besetzten Häuser in der Mainzer Straße geräumt. Uwe Rada hat da jüngst ausführlich in der taz dran erinnert. Andrej Holm hat auf seinem Blog alte Videos verlinkt.

Für viele war es das Ende der Ostberliner Hausbesetzerbewegung.

Für einige aber war es ein Anfang. Wenige Tage nach der brutalen Räumung bildete sich an der Hochschule der Künste (HdK, so hieß damals noch die heutige Universität der Künste, UdK) eine Aktionsgruppe, die etwas tun wollte. Die zeigen wollte, dass es bei Hausbesetzungen weniger um Gewalt, als um Kreativität geht.

Die Idee war schnell geboren: Machen wir eine Kunstaustellung zum Thema. Natürlich in einem besetzten Haus. Aber in welchem? Besetzen wir doch selber eins. Denn Hausbesetzung ist Kunst!

Schon vier Wochen später, Den Rest des Eintrags lesen »

Ein Sonntag in der K77

Es war im Januar oder Februar 1993. M. hatte bekannt gegeben, dass er jetzt tatsächlich in die K77 einziehen werden. Und die Überraschung der anderen Bewohner der Kastanienallee 77 war groß. Denn eigentlich wäre niemand auf die Idee gekommen, dass M. nicht schon längst hier in dem im Sommer 92 besetzten Haus wohnen würde. Schließlich war er doch immer da. Nicht nur bei den zahlreichen Verhandlungen am Runden Tisch, sondern auch bei den unzähligen Debatten am Holztisch, da oben in der großen Küche im 2. Stock der “Fabrik”. So oder so: Wenn M. meint, dass  er jetzt erst einzieht, auch egal. Wenn M. meint, das mit einem Sonntagsbrunch besiegeln zu müssen, umso besser. W. ließ sich nicht lumpen und griff zur Geige, eigentlich auch wie bei jedem passenden Anlass. Und der Rest? Ach, seht doch einfach selbst, wie es aussah, 1993, beim Frühstück der Hausbesetzer in Prenzlauer Berg:

Bei diesem Video handelt es sich übrigens um eine Rohfassung. Die geschnitte Version ist leider verloren gegangen. Da ich aber damals der Auffassung war, dass man beim impressionistischen Videodreh ohnehin praktisch ohne Nachschnitt auskommen müsste, haben sich beide Versionen nur unwesentlich unterschieden.

PS: M. hat heute Geburtstag. Dies ist meine Gratulation!

Kunst in Costa Rica - und eine echte Kokosnuss

Und gleich noch eine Zeitreise aus meinem frisch digitalisierten Videoarchiv. Eine Zeitreise, die mit einer echten Reise verbunden ist. 1991 drehte ich mit meiner Studienkollegin Nicola Stroux in Costa Rica das Dokumentarvideo “Kaffee Bilder Kunst Bananen” über zeitgenössische Kunst in dem kleinen Land in Zentralamerika. Ich war damals insgesamt zwei Monate vor Ort, lernte fast automatisch meine Grundlagen in Spanisch. Und vor allem erstmals, was es heißt länger in einem anderen Land zu sein.

Teil1:

Das insgesamt 30-minütige Video, das ich jetzt in drei Teilen auf youtube gestellt habe, haben Den Rest des Eintrags lesen »

Blumfeld in Berlin 1992

Ein Fundstück aus meinem Videoarchiv. Gedreht 1992 bei einem Konzert der Band Blumfeld im Loft am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg.

Der Dreh sollte eigentlich so etwas wie der Grundstein für meine Fernsehjournalistenkarriere werden. Es gab damals eine lose Absprache mit den Machern der Kultursendung von N3. Zusammen mit meiner Studienkollegin Nicola Stroux hatten ich denen ein ganz heißes Eisen andrehen wollen: einen Bericht über die zweite “neue deutsche Welle”, der Begriff “Hamburger Schule” Den Rest des Eintrags lesen »

Exile on Main St.

exile-on-main-street.jpgEs gibt sie noch die guten Dinge. Und das beste daran ist, wenn sie einem frei haus geliefert werden. Herr Oppermann war so gütig, mich mit der Neuausgaben des Rolling-Stones-Klassikers “Exile on Main St.” zu beglücken. Zwar weilt das Ding als leicht verstaubtes Doppelalbum schon seit vielen Jahren im Plattenschrank. Aber so eine unzerkratzte, neue CD, auf der ersten alles an einem Stück weghörbar ist und der zudem noch eine zweite CD mit zehn bisher unveröffentlichten Aufnahmen beiliegt, das hat schon was. Und die Musik? Nun, es handelt sich hierbei ja um nichts weniger als da beste Rockalbum aller Zeiten, wie Kritiker schwärmen. Kein Wunder, dass Den Rest des Eintrags lesen »

Ich will jetzt Sommer ham

Der aktuelle Song zur Jahreszeit:

Ich will jetzt Sommer ham

Ursprünglich von der unglaublichen und völlig unbekannten Schrammelband “Hilf Dir Selbst Sonst Hilft Dir Gott”, hier in einer späteren, etwas geglätteten Version des ebenso unbekannten Duos “grimo” - irgendwann in den 90er aufgenommen.

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