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Archiv der Kategorie Rollstuhl getestet

Vietnam - nicht rollstuhlgetestet

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Eins vorweg: praktisch habe ich nicht überprüft, ob man durch Vietnam mit dem Rollstuhl reisen kann. Schließlich ist der gute Herr Oppermann mit seinem Rolli im kalten Deutschland geblieben. Dennoch lässt sich mit ziemlicher Sicherheit sagen: Vietnam ist überhaupt nicht geeignet für Reisende, die auf ihren Rollstuhl angeweisen sind.

Rolltstuhlfahrerin in Can Tho

Das fängt mit den Unterkünften an: es mag sein, dass teure Hotels tatsächlich über Auzüge verfügen. In all den Unterkünften, in denen ich Übernachtet habe,  Den Rest des Eintrags lesen »

Wheelmap - die Onlinekarte für Rollifahrer

wheelmap_logo_small_de.pngDa ist sie ja endlich. Das heißt, offenbar gibt es sie schon länger, ich wusste nur bisher nichts davon. Jedenfalls, hier ist sie: die einzig mögliche, längst überfällige wunderbare Plattform wheelmap, auf der alle öffentlichen Orte eingetragen werden können, die behindertengerecht sind. Und zwar von den Nutzern selbst, denn die sind ja schließlich die Experten.

Bei einem ersten kleinen virtuellen Spaziergang rund um den Rosenthaler Platz stellt sich allerdings Den Rest des Eintrags lesen »

Warschau - getestet vom verrückten Rollstuhlfahrer

Hier nur ein kurzer Hinweise auf einen weiteren Menschen, der die Welt - hier: genauer gesagt Warschau - auf Rollstuhltauglichkeit testet: Die taz berichtet heute über den “verrückten Rollstuhlfahrer” Marek Soltys und seine Videos, die auf youtube offenbar schon Kult sind.

Postkartensammlung - Kunst in Düsseldorf (4)

Und dann war da noch die vierte Station unser kleinen Kunstreise durchs winterliche Düsseldorf. Während wenige hundert Meter entfernt die Nation auf einen Unfall bei “Wetten dass…” starrte, genossen wir die Samstagsabendstille im K21, dem zweiten großen Haus der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Hier laufen derzeit zwei Ausstellung. Die “Auswertung der Flugdaten” zeigt im Keller Kunst aus den 80er Jahren - für die wir leider keine Zeit mehr gefunden haben. Stattdessen haben wir die “Intensif-Station” gesehen. 26 Rauminstallation, die alte, bereits im Haus vorhandene Kunst mit neuen Werken konfrontiert. Und das gelingt auf wunderbare Weise.

Der wohl gelungste Raum zeigt die Installation “Dark Pool” von Janet Cardiff & George Bures Miller. Die beiden haben den Raum in ein staubiges, verranztes Studierzimmer mit schwachen Glühlampen verwandelt, in dem sich Bücher, dreckige Tassen, benutze Teller auf Tischen und Stühlen stapeln. Dazwischen sind kleine, wie große Lautsprecher eingebaut, die Geräusche, Texte, Dialoge etc. abspielen, sobald man sich annähert. Ein Raum, der zum Entdecken und Verweilen einlädt. Der Spaß macht. Und der nicht nur unser Favorit war, sondern auch der der vielen Aufpasser, die wir im Haus nach ihrer Lieblingsinstallation gefragt haben. Dort, sagte eine, werde es nie langweilig. Sie gehe da ganz besonders gerne rein, wenn gerade mal gar nichts los sei.

Extrem lobenswert aber ist das ausstellungsbegleitende Medium Kunstpostkarte. In jedem Raum des K21 kann der Bsucher eine Postkart mitnehmen, Sie liefert nicht nur ein kleines Bild des dort ausgestellten Werkes, sondern liefert auch alle notwendigen Information zum Verständis in kurzer und knapper Form. Der Besucher wird so nicht nur in die Werke eingeführt, er wird im Laufe des Rundgangs automatisch zum Kunst(postkarten)sammler. Und bekommt mit der Eintrittskarte vom freundlichen Serviepersonal an der Kasse auch gelich noch ein Kreuzgummi, mit dem er seine kleine Wissenssammlung praktisch binden kann. Besser geht es gar nicht.

Auch die Rollstuhl-Zugänglichkeit des K21 ist nahezu optiomal. Nur die etwas schwer zu bewegende Eingangstür verhindert, dass sich ein Rollifahrer ohne weiteres wie ein Fußgänger im ganzen Haus bewegen kann. Deshalb auch hier wie schon beim K20 fünf von sechs blauen Rollis:  

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Der graue Bulli & Beuys - Kunst in Düsseldorf (3)

“Die Fahrzeuge, die den neuen Kurs nehmen, stehen also bereit. Sie bieten Platz und Arbeit für alle.” Joseph Beuys, “Aufruf zur Alternative“, FR, 23.12.1978

Joseph Beuys, The pack (das Rudel), 1969, VW Bus, 24 Schlitten mit Fett, Filzdecke, Gurten und Stablampe, 200 x 400 x 1000 cm, Kassel, Museumslandschaft Hessen Kassel, Neue Galerie, Foto: G. Bößert © VG Bild-Kunst, Bonnen Kassel, Neue Galerie, Foto: G. Bößert © VG Bild-Kunst, Bonn

Das war ja eigentlich klar. Kaum nähert man sich der Kunst ein wenig an, schon kommt der Aufpasser noch nähert und raunt: “Nur gucken! Nicht anfassen!” Blöder geht es ja eigentlich gar nicht. Ich stehe noch gut zwei Meter von einem der 25 Schlitten enfernt.”Nie käme ich auf die Idee. Ich bin doch keine Putzfrau!”, entrüste ich mich. Aber der Aufpasser kapiert gar nichts. Wie denn auch, wenn er keine Ahnung hat. “Ich habe mich mit dem Werk von Beuys nicht beschäftigt”, erzählt er fast stolz. Dumm stolz. Und während ich mich noch frage, wie er das machen kanne, als Aufseher, der nichts anderes tut, als monatelang in der großen Düsseldorfer Beuys-Ausstellung zu stehen, ergänzte er noch: “Aber eins weiß ich: Wenn Sie das Werk beschädigen, dann kann man der Künstler das nicht mehr reparieren. Denn Joseph Beuys ist schon tot!”

Wahnsinn. Soviel geschultes Personal hätte man nun tatsächlich nicht erwartet im K20. Frisch ausgebaut präsentiert der Düsseldorfer Kunstpalast die Ausstellung “Parallelprozesse” mit so ziemlich allem von Joseph Beuys, was man bekommen konnte. Und die Schau beschäftigt sich vor allem mit einer Frage: wie kann man die Kunst von Joseph Beuys Den Rest des Eintrags lesen »

Der rote Bulli - Kunst in Düsseldorf (1 + 2)

Man kann in Düsseldorf tatsächlich in der Altstadt ein Alt trinken. Kann man. Muss man aber nicht. Man kann genausogut seine Zeit in den zahlreichen Museen vertrödeln. Erst recht, wenn gerade ein Kunstfestival wie die Quadriennale läuft. Dabei unterscheidet sich die Qualität der Ausstellungen auf den ersten Blick nicht unbedingt von der sonstigen Zeit. Aber das macht nichts. Es ist so oder so gut. Oder richtig sehenswert.

Stephen Shore Church Street and Second Street, Easton, Pennsylvania, June 20, 1974 (c) Stephen Shore, Courtesy 303 Gallery New YorkWir waren am Freitag zunächst in der Ausstellung “Der rote Bulli” - im NRW-Forum. Sie zeigt eine hervorragend Auswahl von Alltagsfotographie. Mal wunderbare Bilder aus dem Zyklus ds US-amerikaners Stephen Shore. Mal mehrere Serien von Bernd und Hilla Becher bzw. ihren Schülern an der hiesigen Kunstakademie. Und alle zeigen und dokumentieren das offensichtlich Unwichtige. Straßenschluchten. Leere Verpackungen. Gleisunterführungen. Und immer wieder Tankstellen. Sie tauchen an mehreren Stellen in völlig unterscheidlicher Art und Weise auf. Mal als hochmodernes Stylmonster, mal als wackeliges Etwas irgendwo in der amerikanischen Pampa. Ein Künstler hat in den 70ern sämtliche Tankstellen einer Bundesstraße fotografiert. Jeweils als Ansicht der Tankstelle von der anderen Straßenseite und dazu im Gegenschuss den Blick von der Tankstelle auf die Gegenseite. Rund 30 Jahre später kann der Betrachter nicht nur das Kunstwerk als solches Den Rest des Eintrags lesen »

Brasserie am Gendarmenmarkt - Französisch in Berlin

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Dies ist keine Restaurantkritik. Geht ja auch gar nicht. Denn ich war bestochen. Mir gegenüber saß Herr Oppermann. Frisch geduscht nach dem Marathon. Neben ihm saß Herr Oppermann, der erste der Brüder. Dem gegenüber saß noch ein Herr Oppermann, der zweite der Brüder. Und dem wiederum schräg gegenüber saß André. Und der ist der Koch. Und der Chef des Hauses. Oder zumindest einer davon.

Die Brasserie am Gendarmenmarkt ist nun nicht Den Rest des Eintrags lesen »

Uneasy jet

Easyjet-Besatzung verweigert Rollstuhlfahrerin den Flug, berichtet spiegel-online.

Der Kämpfer für das Recht aufs Klo

recht-auf-klo-petition.gifNicht nur wir beschäftigen uns hier mit den Problemen der Rollstuhlreisenden. Andere gehen da noch viel weiter. Zum Beispiel Kay Macquarrie, der sich jetzt mit seiner Petition “Öffentliches Luftrecht - Barrierefreiheit im Flugverkehr” an den Bundestag gewandt hat. Er will damit erreichen, dass Fluggesellschaften künftig auch bei Kurzflügen einen Bordrollstuhl mitnehmen müssen, damit der Rollifahrer unterwegs aufs Klo kann. Macquarrie kämpft aber nicht nur für komfortableres Reisen, er schreibt auch ausführlich in seinem Blog rechtaufklo.de darüber. Nachzulesen ist zum Beispiel sein aktueller Schriftverkehr mit Reisebüros und der Fluggesellschaft KLM, über  einen im Februar anstehenden Flug nach China.

Und nun schreiben auch andere über ihn. Heute zum Beispiel steht in meiner kleinen taz ein langes und lesenswertes Portrait über Kay Macquarrie, durch das ich überhaupt erst auf den Klokämpfer aufmerksam geworden bin. .

Berlin - Bars & Clubs etc.

Herr Oppermann hat die Stadt der Städte schon wieder verlassen. Was natürlich sehr schade ist. Aber es sind noch ein paar Eindrücke geblieben - vor allem, was die Erreichbarkeit diverser gastronomischer Einrichtungen betrifft. Dabei stellte sich heraus, dass unzählige der unzähligen Cafés und Kneipen in Prenzlauer Berg und Mitte Rollstuhl fahrende Gäste durch eine schlichte Ansammlung von Stufen draußen halten. Hier eine kurze, sicher nicht vollständige Liste, von Orten, die man dennoch mehr oder weniger einfach besuchen kann: Den Rest des Eintrags lesen »