grimo auf reisen

die welt liegt uns zu füßen

Día de los Museos

Der Himmel bedeckt. Und was liegt da näher als in der Geburtsstadt Pablo Picassos ins Museo Picasso Málaga zu gehen?!
Gesagt, getan. Nachdem ich den Eingang „para menos válidos“ (für Behinderte) gefunden habe, ging es durch „Katakomben“ mit Ausgrabungen von historischem Gemäuer unter dem a Museum per Aufzug in die Ausstellungsräume und von dort zunächst in die Picasso-Ausstellung.
Begrüßt wird man durch ein Video auf einem „kleinen Bildschirm auf großer Leinwand“. Man sieht Picasso mit wenigen Strichen „einfache“ Objekte auf eine Glasscheibe malen, so, als ob man dem Künstler durch die Rückseite einer Leinwand bei seinem Schaffen zusehen kann. Das sieht auf den ersten Blick recht einfach aus. Aber, wenn man sieht, wie schnell z.B. eine Vase mit Blumen oder ein Stier entsteht und man bedenkt, dass hier nichts vorgezeichnet ist, wird einem schnell bewusst, dass ein so entstehendes Bild schon im Kopf des Malers „vorgezeichnet“ sein muss. Immer wieder schaut Pablo durch sein Werk in die Kamera, was zeigt, dass er wohl auch ein ziemlicher Selbstdarsteller war.

Dann ging’s zu seinen Bildern und Skulpturen.
Vorweg: die ganz berühmten Bilder hängen hier nicht.

Wie viele kubistischen aber auch surrealistischen und andere Maler, hat Pablo Picasso wohl in seinen frühen Jahren (Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts) – für deren Verhältnisse – recht gegenständlich / naturalistisch gemalt.
Aber schnell gelangt er zum Kubismus, zu dessen Begründer er gezählt wird. Ich muss gestehen, dass ich, nachdem ich nun das erste Mal Originale von Picasso gesehen habe, kein Freund seiner Kunst geworden bin. Anders, als ich vor „langer Zeit“ in Salvador Dali’s persönlichen Teatre-Museu Dalí in Figueres, in dessen Krypta er auch begraben ist, das erste Mal Originale Dalis sah und ich begeistert war.

Aber, eine Bilderserie hat es mir dann doch angetan.

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Pablo Picasso, aus der Serie „La Tauromaquia“, 1957

Eine Serie von Zeichnungen von Stierkämpfen, auch wenn ich grundsätzlich ein Gegner davon bin. Aber, die Art der Zeichnungen hat es mir schon angetan.

Dann gab es noch 2 „Wechselausstellungen“, die allerdings aus meiner Sicht nicht ansatzweise der Rede wert waren. Ok, innerhalb ca. einer Stunde war ich „durch“.

Ok, also dann ins Museo Carmen Thyssen.
Thyssen? Da war doch was! Als Ruhrie klingeln da natürlich die Hirnglocken. Aber, weit gefehlt! Carmen, einst Miss Cataluña und in erster Ehe mit „Old Shatterhand“ Lex Barker, heiratete in dritter Ehe den Schweizer Geschäftsmann Baron Hans Heinrich „Heini“ Àgost Gábor Tasso Thyssen-Bornemisza, durch den sie mit der internationalen Kunstszene in Berührung kam und zur Kunstsammlerin wurde.

Lange Rede, kurzer Sinn!
Schwerpunkt der Sammlung ist spanische Landschaftsmalerei der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Außerdem gibt’s gerade eine Ausstellung mit Werken von Courbet, Van Gogh, Monet u.a.
Von den zuvor genannten hing zwar jeweils nur ein Bild in der Ausstellung und wenn manche Bilder auch recht kitschig wirken, konnte ich dort dem ein oder anderen Bild mehr abgewinnen als denen aus dem Picasso-Museum. Z.B.:

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Puerto de Barcelona, Eliseu Meifrén y Roig, 1889

Oder das Bild „La Rambla“ de Barcelona. Leider konnte ich mir nicht den Namen des Künstlers merken und leider durfte man keine Fotos machen …

In der Dauerausstellung gab es auch noch das ein oder andere Bild mit Motiven überwiegend aus Andalusien wie Sevilla, Estepona mit Blick auf Gibraltar oder aber auch Málaga. Die Stilrichtungen gingen von der Romantik über den Naturalismus, Impressionismus bis zur Avantgarde.
Auf jeden Fall ein Besuch wert.

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One response to “Día de los Museos”

  1. herr grimo sagt:

    Hola Herr Oppermann,
    du kommt ja richtig rum! Hast du gesehen, dass es das Thyssen-Museum komplett auch online gibt?

    http://www.carmenthyssenmalaga.org/visitas_virtuales/vv_coleccion/visita_virtual_en.htm

    Da kannst du nochmal nachschauen, ob du das „Rambla“-Bild findest, und gucken, wer es gemalt hat. Aber das hat Zeit bis du wieder zuhause bist. Besser: nochmal Tapas genießen!

    Grüße,
    Herr Grimo

    PS: und dass du hier schon Texte kommentierst, die noch gar nicht öffenltich erschienen sind, finde ich großartig. (Für alle Mitleser: Ich bitte um Geduld bis Anfang nächster Woche).

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