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Die Easyrider-Tour (2. Tag): Der Dambri-Reinfall

Der Dambri Wasserfall samt Aufzug und Beobachtungscafé

Nach dem eindrucksvollen ersten Tag scheint unser Easyrider Xuan ein wenig sein Pulver verschossen zu haben. Nach dem Fruehstueck in einem auffaellig noblen Strassenrestaurant in Di Linh faehrt er uns zunaechst zu einer Kaffeeroesterei, in der aber gerade nicht gearbeitet wird. Dann geht es weiter zum Dambri Wasserfall. Der soll laut Resiefuehrer der groesste hier im Sueden des Landes sein, ueber 80 Meter stuerze das Wasser in die Tiefe. Bei der Ankunft stuerzten vor allem unsere Erwartungen. Auf dem Gelaende gibt es einen Teich mit Tretbooten in Schwanenform. Viele Restaurants und Cafes, Spielgeraete fuer Kinder. Und wilde Tiere – als Figuren aus Beton. Ins Tal runter kommt man am schnellsten mit einer Art Sommerrodelbahn, an deren Ende man mit kalten Getraenken und laut durchs Tal schallender vietnamesischer Popmusik empfangen wird. Und, ja, den Wasserfall gibt es auch noch. Die Hauptstufe faellt allenfalls rund 40 Meter in die Tiefe. Eindrucksvoller als der Elephant Waterfall, den wir gestern besichtigen durften, ist der Dambri Wasserfall nur wegen des Aufzugs, der wenige Meter neben dem Sturzbach errichtet wurde, damit die Damen auch auf ihren Stoeckelschuhen heil ins Tal kommen. Das ganze ist heute ein kompletter Freizeitpark fuer Familien auf Wochenendtrip von Saigon. Xuan ist sehr begeistert von dem Gelaende. Wir bleiben hoeflich.

Yuan erklärt den Reisanbau Reis mit Körnern Ananaspflanze am Wegesrand Große Tiere am Wegesrand

Nach dem Essen zeigt uns Xuan noch ein Reisfeld. Auf der einen Seite der Strasse stehen die saftig gruenen Pflanzen, wie ich sie haeufig entlang der Strassen sehen konnte. Auf der anderen Seite aber bekomme ich erstmals Reispflanzen kurz vor der Ernte zu sehen. Die Koerner an den Halmen sind deutlich zu sehen.

Nach ergaenzenden Erklaerstopps zu den Themen Seidenraupenzucht und Kafferbohnenschaelung bringen uns Xuan und der Fahrer Yung noch die 30 Kilometer Rumpelpiste bis zum Eingang des Cat Tien Nationalparks. Trotz des etwas duerftigen Programms am zweiten Tag hat sich die Easyridertour auf jeden Fall gelohnt. Denn ohne Xuan und Yung waeren wir an all den interessanten Orten wohl wieder nur mit dem Bus vorbeigefahren. An einigen Plaetzen wie den Wasserfaellen haetten waren wir zwar ein wenig enttaeuscht, dass Xuan uns nach einer kurzen einleitenden Erklaerung jeweils allein aufs Gelaende geschickt hat. Doch die Einblicke in das lokale Unternehmertum hier auf dem Land haetten wir ohne Xuan nie und nimmer bekommen. Da war unser Easyrider in seinem Element, kenntnisreich, detailliert und interessant.

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