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Mai 2012
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Archiv der Kategorie Vietnam

Frank und David

Im Restaurant am Rande des Nationalparks kommen wir mit Frank und David ins Gespraech. Sie kommen aus Florida, worauf sie viel Wert legen. Dort sei ihre Heimat, betonen sie immer wieder.  Das war aber nicht immer so. Geboren wurden die beiden in Vietnam. “Ich war einer dieser  Boat-People”, erzaehlt David. Er fluechtete 1978 als 13-Jaehriger mit seiner Familie. Die hatte ein Boot, ein Onkel war Kapitaen, der brachte die Gruppe nach zwei Wochen auf See Den Rest des Eintrags lesen »

Monkey Island

Die Gibbonmutter auf Monkey IslandSteph holt uns mit dem Boot ab. Vom Anleger am Headquarter des Cat Tien Nationalparks geht es gerade mal 200 Meter den Fluss hoch und schon legen wir auf Monkey Islands an. Hier wurde vor ein paar Jahren eine Station aufgebaut, die Affen nach langen Jahren in Gefangenschaft wieder an die Natur gewoehnen will. Das grosse Ziel: in diesem Jahr soll erstmals ein Gibbon-Paerchen ausgewildert werden.

Steph, eine junge Englaenderin, kam vor gut einem Jahr als Reisende hier vorbei. Weil es ihr gefiel, hat sie zunaechst einen Monat als Freiwillige hier gearbeitet. Und ist dann kurz darauf endgueltig hergekommen. Heute kennt sie jeden Affen beim Namen. Und die Geschichten dahinter. Affen werden bis heute in Vietnam als Haustiere gehalten - haeufig  als eine Art Maskottchen an Den Rest des Eintrags lesen »

Cat Tien Nationalpark

Crocodile Lake

Es gibt Orte, an denen muss man schweigen. Es gibt Orte, ueber die muss man schweigen. Aus Ehrfucht. Und um sie zu schuetzen. Cat Tien ist so ein Ort. Und deshalb gibt es hier keinen Bericht darueber, was man bei einer Uebernachtung am Crocodile Lake erlebt, was man auf dem Weg dorthin zu sehen bekommt, und welche Tiere wenige Meter vom Boot entfernt schwimmen, wenn man ueber den See rudert.  Vielleicht nur so viel: Caro fuehlte sich in dem Ruderboot nicht ganz wohl. Und um Mitternacht war Den Rest des Eintrags lesen »

Die Easyrider-Tour (2. Tag): Der Dambri-Reinfall

Der Dambri Wasserfall samt Aufzug und Beobachtungscafé

Nach dem eindrucksvollen ersten Tag scheint unser Easyrider Xuan ein wenig sein Pulver verschossen zu haben. Nach dem Fruehstueck in einem auffaellig noblen Strassenrestaurant in Di Linh faehrt er uns zunaechst zu einer Kaffeeroesterei, in der aber gerade nicht gearbeitet wird. Dann geht es weiter zum Dambri Wasserfall. Der soll laut Resiefuehrer der groesste hier im Sueden des Landes sein, ueber 80 Meter stuerze das Wasser in die Tiefe. Bei der Ankunft stuerzten vor allem unsere Erwartungen. Auf dem Gelaende gibt es einen Teich mit Den Rest des Eintrags lesen »

Die Easyrider-Tour (1. Tag): Von Da Lat nach Di Linh

Unterwegs mit dem Ford Everest

Du brauchst sie nicht suchen. Sie werden dich finden. Selten war die Vorhersage meines Reisefuehrers so praezise, wie in Da Lat. Kaum sassen Florian, Caro und ich fuenf Minuten in der Hotellobby in Da Lat, schon waren wir in ein Gespraech mit einem der Easyrider verwickelt. Das ist ein lokaler Zusammenschluss, die - daher der Name -  auf ihren Motorraedern Reisende durch das halbe Land gondeln, und ihnen unterwegs alles moegliche zeigen und erklaeren. Eine der besten Arten zu reisen, die man sich vorstellen kann. Es sei denn, man mag die Vorstellung nicht, hinten auf einem Motorrad zu hocken. Nicht bei diesem Verkehr. Nicht bei diesen Kurven. Und nicht bei diesem Wetter. (Obwohl letzteres hier unten im suedlichen Hochland doch sehr okay ist).

Xuan, unser Easyrider, hat aber etwas besseres im Angebot. Er will uns in einem luxury car zum Cat Tien Nationalpark zu fahren. In zwei Tagen. Mit jeder Menge Stopps unterwegs. Er als Guide, der alles erklaert. Dazu ein Fahrer. Uebernachtung und etwaige Eintritte inklusive. Das hat zwar seinen stolzen Preis. Aber wir schlagen ein.

Am naechsten Morgen steht er mit einem Ford Everest vor der Tuer. Und wir bekommen viel geboten. Den Rest des Eintrags lesen »

Krieg. Dich wieder ein

Ein fiktives Selbstgespraech im Bus zwischen Kon Tum und Da Lat.

Busbahnhfo in Pleiku (Pause auf der Fahrt von Kon Tum nach Da Lat)-Ich hab keine Lust mehr.

-Hast du einen Buskoller?

-Mindestens. Jetzt hocken wir schon wieder elf Stunden im Bus und sind immer noch nicht da.

-Aber das liegt doch nur an der Rumpelpiste durch die Berge.

-Eben. Man sitzt den ganzen Tag im Bus, nur um irgendwo anzukommen, kurz rumzugucken und dann festzustellen,  dass Den Rest des Eintrags lesen »

Kon Tum und die Bahnar-Doerfer

Moderner Transport in Kon Tum 20 Meter weiter: Klassischer Transport in Kon Tum

Die Sitten sind hart. Wenn eine Frau Zwillinge zur Welt bringt, wird der Zweitgeborene im Wald ausgesetzt. Wenn eine Frau bei der Geburt stirbt, wird das lebende Baby mit der Mutter begraben. Und bei der Geburt sterbende Muetter gibt es haeufig. Denn wenn die Frau merkt, dass es bald so weit ist, geht sie ganz allein in den Wald und kommt erst zurueck, wenn das Kind da ist. Hilfe hat sie keine.

So handhaben es nicht die Vietnamesen, sondern die Bahnar, eine der zahlreichen Minderheiten, die bis heute in Vietnam meist in den Bergen leben. Die Bahnar haben ihre Doerfer nur wenige Kilometer ausserhalb von Kon Tum. Und doch leben sie in Den Rest des Eintrags lesen »

Die Kunst des Nudelsuppenessens

Der Nudelsuppenimbiss in Kon Tum

Das darf doch nicht wahr sein. Da kommt dieser Auslaender, steht erst minutenlang vor dem Lokal, um vergeblich die Namen der angebotenen Speisen in seinem Woerterbuch zu finden, dann bestellt er fragendem Gesichtsausdruck irgendwas und wenn man ihm die Sachen hinstell, hat er auch noch keine Ahnung, wie man das Essen muss. So ungefaehr muss die Chefin, des Nudelsuppenimbissrestaurants gedacht haben, als sie mich etwas ratlos an einem ihrer Tische sitzen sah. Dann hat sie durchgegriffen. Erstmal hat sie Den Rest des Eintrags lesen »

Ho Chi Minh High Way

Die Strecke fuer sich ist schon eine Reise wert. Erst geht es von der Kueste die Berge hoch. Und dann kurvt der Bus durch das enge Tal. Rechts Berge mit wild wucherndem Wald. Links Berge mit wild wucherndem Wald. Unten im Tal ein mal breites, mal schmaler Fluss. Man koennte stundenlang aus dem Bus gucken. Die noch recht neue Strasse durch das Hinterland von Vietnam fuehrt nur wenige Kilometer von der Grenze nach Laos gen Sueden - wenn man mal von den vielen Kurven absieht. Und sie heisst: Ho Chi Minh Highway.

Auf dem Ho Chi Minh HighwayDer Ho Chi Minh Pfad ist weltberuehmt, weil hier waehrend des Krieges die Guerilla ihre Nachschub nach Sueden ueber versteckte Dschungelpfade fuehrte. Eine dieser Transportrouten fuehrte durch dieses Tal, das nun fuer den Durchgangsverkehr ausgebaut wurde. Und wo man schon mal einen mystischen Namen fuer die Strecke hat, wird er eben gleich beibehalten. Nur mit den Zusatz Highway. Wobei diese Strassenart natuerlich nichts mit einer Den Rest des Eintrags lesen »

My Son

my-son-tempel.jpgDie erste Lektion ist naheliegend. Dung, unser Guide mit seinem Pepitahut und den schwarzen Gummistiefeln steht vor einer Karte, auf der saemtliche Ruinen von My Son eingezeichnet sind. Aber bevor wir die besichtigen duerfen, muessen wir lernen, wo wir hier sind. “Es heisst: Mi Sonn! Nicht: Mei Sann!”, ruft der Guide. Die fuer alle englischsprachigen Reisenden naheliegende falsche Aussprache fuehre voellig in die Irre. Denn “My” bedeute “Schoenheit” und Son “Berg”. Zusammen heisst das also schoener Berg. Ein erster Blick auf die mit Dschungel dicht bewachsenen Berge ringsum bestaetigt diesen Eindruck. Die Reisegruppe ist ueberzeugt und ruft einstimming: “Mi Sonn!” Jetzt, erklaert der Guide, seien eigentlich nur noch zwei Fragen offen. Wieso haben die Amerikaner My Son bombadiert? Und wo sind die Koepfe von den ganzen Statuen?

My Son ist eine alte Tempelanlage etwa 40 Kilometer von Hoi An entfernt. Sie wurde vor gut 1000 Jahren von den Den Rest des Eintrags lesen »